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Junkvolk «Villa Kunterbunt» (Apidea-8 Junkvolkkasten)

Erste Varroose-Behandlung mit Oxamat Mini

Wetter: ca. 5 °C und Hochnebel

Der erste Einsatz des «Oxamat Mini» erfolgt beim Jungvolk in der «Villa Kunterbunt» (Apidea-8 Jungvolkkasten).

Bei diesem Jungvolk, das aus dem Brutableger von Volk Blau gewonnen wurde, hatte die Winterbehandlung (Oxalsäure träufeln) einen massiven Milbenfall zur Folge. Leider blieb der Milbenfall auch fast ein Monat nach der  Winterbehandlung hoch.

Wir befürchten, dass sich immernoch eine grosse Anzahl Milben in dem Volk befinden und dass die Situation sehr früh eskalieren könnte, sobald die Königin wieder zu brüten beginnt. Um einem Verlust im frühen oder späteren Frühling entgegen zu wirken, haben wir uns entschieden, das Volk zusätzlich mit dem «Oxamaten» zu behandeln. Gespannt erwarten wir die Resultate dieser Behandlung.

Im Gegensatz zum Träufeln der Oxalsäure, kann eine Behandlung mit sublimierter Oxalsäure mehrmals durchgeführt werden. Befreundete Imker bestätigten auch, dass selbst nach der Träufelung mit dem Oxamaten nochmals behandelt werden kann.

Dosierung

Die Dosierung des Oxalsäuredihydrat sollte der Grösse des Bienenvolkes angepasst werden. Wir haben die kleinen Völker mit 1 g und die grösseren mit 2 g behandelt.

  • Jungvolk «Villa Kunterbunt»: 2 g Oxalsäuredihydrat

Vorgehen

Die benötigte Temperatur (ca. 180 °C) zur Sublimation des Oxalsäuredihydrats wird im Oxamaten nach knapp einer Minute erreicht. Durch die eingebaute Ventilation verteilt sich ein heller Rauch gleichmässig in der Beute. Nach weiteren ungefähr 2 bis 3 Minuten «beginnt sich der Nebel langsam zu lichten», da die Oxalsäure vollständig sublimiert wurde. Kurz danach haben wir die Stromzufuhr unterbrochen, den Oxamaten aber noch einen Augenblick auf der Beute belassen. Dadurch setzt sich das Sublimat noch etwas und insbesondere hat der (empfindliche) Halogenbrenner etwas Zeit um abzukühlen.

Schutzmassnahmen für den Imker

Auch wenn die Oxalsäure in vielen Pflanzen als natürliche Komponente vorkommt, sind die konzentrierten Dämpfe, die bei der Sublimation aus den Bietenstöcken entweichen für den Menschen schädlich! Darum muss sich der Imker entsprechend schützen:
Folgende Vosichtsmassnahmen sind zu treffen:
  • Gummihandschuhe (z.B. Einweg-Latex-Handschuhe für Laborbedarf erhältlich in Apotheken)
  • Schutzmaske (FFP3 oder besser)
  • abdichtende Schutzbrille

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