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«Fliegende Starter» erstellen

Wetter: 10º C, Regen

Heute bei dem üblichen nass-kalten Wetter war es soweit: Ungefähr zwei Stunden vor dem Einhängen der umgelarvten Weiselnäpfchen müssen die «Fliegenden Starter» erstellt werden, damit sich im Stock die Weisellosigkeit «herum spricht».

Die Starter und die Königinnen erhalten Zuckerwasser.
Die Starter und die Königinnen erhalten Zuckerwasser.

Vor wenigen Tagen wurden die beiden Mini Plus Völker MP «Sagex» und MP Gelb für das heutige Vorhaben vorbereitet und die Königin jeweils in die unterste Zarge abgesperrt.

Ein klassischer Starter kann durch Brutwaben aus mehreren Völker erstellt werden. Dabei bleibt das Flugloch verschlossen und die zusammengestellten Bienen gefüttert. Beim «Fliegenden Starter» bleibt das Flugloch offen und die Bienen könne ausfliegen.

Die Zarge mit der abgesperrten Königin wird dabei auf einen neuen Boden gesetzt. Das nun weisellose Restvolk bildet den «Fliegenden Starter» und wird zurück auf den alten Boden gesetzt und bleibt auf der alten Position. Die neue Beute mit der Königin wird daneben, oder hinten dran gestellt. Das Flugloch der Beute, welche die Königin enthält wird um 90º bis 180º vom Starter weggedreht.
Die Flugbienen fliegen von der neuen Beute in den Starter zurück, da der an der bisherigen Position steht.

Im optimalen Fall wird der «fliegende Starter» ausschliesslich mit verdeckelter Brut und Honigräumen erstellt. Dies würde auf unserer Seite eine etwas längerfristige Planung und einen anderen Frühling bedingen. Der Frühling mit Honig ist dieses Jahr nicht vorhanden. Das runtersperren der Königin erfolgte auch nur drei Tage vor Beginn. Daher ist das Risiko gross, dass die beiden Starter nicht funktionieren, da die Bienen im Moment selbst noch eigene jüngste Brut besitzen, von der sie nachziehen könnten. Uns ist bewusst, dass alles etwas überstürzt und nicht perfekt ist, aber naja, …. versuchen wir’s mal.

«Fliegende Starter» erstellt. Rechts daneben die Königin mit 90º abgewendetem Flugloch.MP «Sagex» und MP Gelb.
«Fliegende Starter» erstellt. Rechts daneben die Königin mit 90º abgewendetem Flugloch.MP «Sagex» und MP Gelb.

Mann kann es drehen und wenden wie man will. Steht das ganze Material im Lager braucht alles immer viel zu viel Platz und man denkt, dass man man nun im vierten Jahr doch endlich genügend Material angeschafft um ungestört zu arbeiten. Doch startet man ein Unterfangen wie dieses, kneift’s und klemmt es sofort wieder an allen Ecken und Enden. Daher mussten wir, wie auf dem Titelbild ersichtlich, die ganzen Waben mit der Königin umlogieren, da die Mini Plus Beuten nicht ganz kompatibel sind, statt einfach die Zarge auf einen neuen Boden zustellen und gut ist.

Die beiden «Fliegenden Starter» und auch die beiden Königinnen erhielten Zuckerwasser (2 kg Zucker / 1 l Wasser).

PS: Geneigter Leser, bitte beachte, dass dieser Versuch komplett in die Binsen gehen wird. Daher nimm die hier gemachten Angaben nicht zum Vorbild! Ein Fazit befidnet sich hier.

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