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Zuchtstoff: Umgelarvte Made im Nicot Näpfchen.

Zuchtstoff für die «Fliegenden Starter»

Wetter Regen bei 10º C.

Nachmittags stand das Umlaven der Maden in synthetische Weiselnäpfchen an. Die Maden aus den Wabenzellen zu pulen braucht Fingerspitzengefühl und Geduld.

Gemeinsam mit Nils Hertig wurde am Nachmittag umgelarvt. Er stellt auch den Zuchtstoff zur Verfügung. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Bei der Mutter handelt es sich um eine edle, auf einer Belegstelle begattete Buckfast Königin.

Transport des Zuchtstoffs in einer Styropor-Box, einem feutchten Tuch und einer Flasche mit warmen Wasser.
Transport des Zuchtstoffs in einer Styropor-Box, einem feutchten Tuch und einer Flasche mit warmen Wasser.

Beim Umlarven werden ein Tag alte Larven mit dem Umlarvlöffel, einer Art Häckchen, vom Boden einer Wabenzelle gehoben und in ein Näpfchen aus Plastik überführt. Werden die Näpfchen in ihren Halterungen später in den Starter gegeben, behandeln die Bienen diese Plastiknäpfchen wie bestiftete Spielnäpfchen und beginnen die Made mit Gelee Royal zu versorgen und eine Weiselzelle auszuziehen, sofern die kleine Made den Transfer unbeschadet überstanden hat. Passt ihnen die dargebotene Made nicht, weil sie zum Beispiel beim Umlarven verletzt wurde, wird sie entsorgt.
Diese Arbeit benötigt ein gutes Auge, viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Die frisch geschlüpften Maden sind sehr klein und empfindlich. Die Made auf dem Titelbild ist wahrscheinlich schon zu gross und zu alt.

Umgelarvte Made im Nicot-Näpfchen.
Umgelarvte Made im Nicot-Näpfchen.
«Fliegender Starter»: Eingehängte Nicot-Näpfchen
«Fliegender Starter»: Eingehängte Nicot-Näpfchen

Die Näpfchen wurden heute am späteren Nachmittag in die «Fliegenden Starter» gegeben. Die seit Mittag weisellosen Bienen inspizierten sofort aufmerksam die dargereichten Näpfchen. Pro Starter wurden ungefähr 20 Stück eingehängt. Sie verbleiben nun ungefähr 24 Stunden im Starter. Morgen wird kontrolliert, welche Näpfchen gefüttert worden sind und der Beginn der Weiselzelle zu sehen ist.

Werden die umgelarvten Maden transportiert, ist es wichtig, dass die Larven nicht austrocknen und entsprechend warm gehalten werden. Eine Styropor-Box, in der ein feuchtes Tuch um die Plastiknäpfchen gelegt wird und eine Flasche mit warmen (nicht heiss!) Wasser erfüllt perfekt seinen Zweck.

Neugierig inspizieren die Bienen die eingehängten Näpfchen.
Neugierig inspizieren die Bienen die eingehängten Näpfchen.

PS: Geneigter Leser, bitte beachte, dass dieser Versuch komplett in die Binsen gehen wird. Daher nimm die hier gemachten Angaben nicht zum Vorbild! Ein Fazit befidnet sich hier.

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